SEITE 111                                                                              Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                                         Âkârâga Sûtra

Neunte Lektion/Lehre.

Im Osten oder Westen oder Süden oder Norden, gibt es einige sinngetreue Haushaltvorstände, &c., (alle bis unten zu) Bedienstete, die so sprechen werden: "Es ist nicht gerecht, dass diese berühmten, frommen, tugendhaften, beredten, zurückhaltenden, kontrollierten, keuschen Asketen, die aufgehört haben mit sinnlichem Geschlechtsverkehr, sollten essen oder trinken Nahrung, &c., welches ist âdhâkarmika[1]; lasst uns geben an die Asketen alle Lebensmittel, &c., das bereit ist für unsere Verwendung, und lasst uns, danach, Essen zubereiten für unsere eigene Verwendung." Nachdem solche Gespräche gehört habend, der Bettler sollte nicht annehmen solch-ähnliche Nahrung, &c., denn es ist unrein und unannehmbar. (1)

Ein Mönch oder Nonne auf einer Bettel-Tour oder in ihrer Residenz oder auf einer Pilgerreise von Dorf zu Dorf, die wissen, dass in einem Dorf oder unbehelligten Stadt, &c., wohnt eines Bettlers nähere oder entferntere Bekannte - nämlich ein Haushaltsvorstand oder seine Frau, &c. - sollten nicht eintreten oder verlassen solche Häuser im Interesse von Lebensmitteln oder Getränken. Der Kevalin sagt: Dies ist der Grund: Ihn sehend, könnte der andere, um seinetwillen, beschaffen oder zubereiten Essen, &c. Daher ist es gesagt worden zu den Bettlern, &c., dass er nicht eintreten oder verlassen sollte solche Häuser im Interesse von Lebensmitteln oder Getränken.

Wenn man das weiß, sollte er einzeln gehen und bleiben, wo keine Menschen durchgehen oder ihn sehen. Zu gegebener Zeit kann er in andere Häuser eintreten, und wenn er um Almosen gebettelt hat, die annehmbar sind und herausgegeben aus Achtung von

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[1] Für die Bedeutung dieses häufig verwendeten Begriffs, siehe 5. Fußnote auf Seite 81 und 1. Fussnote auf Seite 94