Seite XLIX                                                                                                         Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung                                                              Âkârâga Sûtra und Kalpa Sûtra

immer achtsam, sollte er sich nicht schonen immer Selbstkontrolle auszuüben. Der Kommentator trennt die Zitate jedoch nicht von den Glossen, aber nimmt alle diese Passagen als Teil eines Satzes, den er in der Art und Weise interpretiert, dass es im Text meiner Übersetzung wiedergegeben worden ist[1].

In diesem wie in vielen anderen Fällen habe ich es vorgezogen, in meiner Übersetzung die gleiche Bedeutung zu geben, die Sîlâka in seinem Kommentar gegeben hat. Denn es ist manchmal äusserst schwierig die Zitate vom übrigen Text zu trennen. Ich habe nie gewagt, so zu tun, wenn sie nicht bewiesen werden konnten, Teile der Verse zu sein. Ich hatte daher alle diese Passagen unbemerkt zu lassen, die, wie die oben zitierten, als Pâda einer Sloka gehalten werden könnten; denn in jedem Prosa-Werk treten solche Passagen auf, obwohl sie nie für Verse gedacht waren. Sie können also auch in unserem Buch nur zufällig Teilen einer Sloka ähneln, obwohl die große Zahl solcher Passagen ziemlich verdächtig ist. Die größte Schwierigkeit aber mussten wir uns zuziehen, wenn wir daran waren auf die Prosa Zitate hinzuweisen, obwohl es sicherlich solche gab, z. B. I, 3, 1, 1, suttâ amunî, munino satatam gâgaranti. Diese Sätze unterscheiden sich im Stil vom Rest des Prosa Teils, aber es wäre unmöglich, die Grenze zwischen ihnen und der Arbeit des wirklichen Autors zu ziehen. Von dem, was gesagt worden ist, wird es sich zeigen, wie schwierig es ist, einer solchen Arbeit gerecht zu werden wie das erste Buch der Âkârâga im ersten Versuch zu übersetzen. In den meisten Fällen habe ich mich zufrieden gegeben mit der Berücksichtigung des Textes in Übereinstimmung der Auslegung des Kommentators. Es muß auf künftige Arbeiten belassen sein dem Sinne des Autors näher zu kommen, als es bewahrt worden ist durch die Überlieferung der Akademiker.

Ehemals enthielt das erste Buch neun Vorlesungen statt acht, eine Vorlesung, die Mahâparinnâ, ist jetzt verloren. Es war, nach einigen Autoritäten, Samavâyâga, Nandî, Âvasyaka Niryukti, and Vidhiprabhâ [2], die neunte Vorlesung; aber nach dem Niryukti der Âkârâga Sûtra, die eine systematische Darstellung der behandelten Themen in den einzelnen Vorlesungen und Lektionen aus der Âkârâga selbst enthält, und

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[1] Âkârâga Sûtra I,4,1 S.37

[2] Siehe Weber, Indische Studien, XVI, S. 251 f