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einleutendsten sind. Für den Rest jedoch der Hypothesen, die ich in den vorhergehenden Seiten zu schaffen versucht habe, beanspruche ich einen höheren Grad der Wahrscheinlichkeit. Denn auf der einen Seite tue ich der Überlieferung der Gainas keine Gewalt an, welche in Ermangelung von Dokumenten größte Aufmerksamkeit verdient, und auf der anderen, nehme ich nur an, was unter den gegebenen Umständen am wahrscheinlichsten zu geschehen gewesen sein würde. Das grundsätzliche Merkmal in meiner Konstruktion der frühen Geschichte der Gaina Kirche besteht in meinem Zuwenden zum Dafürhalten der angeblichen Existenz von Anhängern von Pârsva in der Zeit von Mahâvîra, einer Überlieferung, die fast einstimmig von modernen Gelehrten akzeptiert zu sein scheint.

Wenn Gainismus aus einer früheren Periode stammt, und älter als Buddha und Mahâvîra ist, dürfen wir erwarten, die Merkmale seines hohen Alters im Charakter von Gaina Philosophie zu finden. Ein solches Merkmal ist der animistische Glauben, dass fast alles von einer Seele besessen ist; nicht nur die Pflanzen ihre eigenen Seelen haben, sondern auch Teilchen der Erde, kaltes Wasser, Feuer, und auch Wind. Jetzt lehrt uns Ethnologie, dass der animistischen Theorie die Grundlage für viele Überzeugungen bildet, die die Philosophie der Wilden genannt worden ist; dass es mehr und mehr aufgegeben oder in reinen Anthropomorphismus verändert, wie Zivilisation vordringt. Wenn, daher, Gaina Ethik für ihren größten Teil auf primitivem Animismus beruht, muss sie grossflächig in großen Klassen der indischen Gesellschaft bestanden haben, als Gainism erstmalig entstanden war. Dies muss in einem sehr frühen Zeitpunkt geschehen sein, wenn höhere Formen der religiösen Überzeugungen und Kulte noch nicht, ganz allgemein, den indischen Geist ergriffen gehabt haben.

Ein weiteres Zeichen der Antike hat Gainismus mit den ältesten brahmanischen Philosophien, Vêdânta und Sâkhya gemeinsam. Denn in dieser frühen Epoche in der Entwicklung der Metaphysik ist die Kategorie von Beschaffenheit noch nicht klar und deutlich gedacht, aber es ist gerade am Entwickeln, sozusagen aus der Kategorie von Substanz: Dinge, die wir als Beschaffenheit/Eigenschaften anerkennen werden ständig verwechselt und mit Substanzen vermischt. So ist in der Vêdânta das höchste Brahman nicht im Besitz von reiner Existenz, Geist, und Freude als Eigenschaften seiner Natur, sondern Brahman ist Existenz, Intellekt und

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