SEITE 324 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
Wer alle weltlichen Bindungen aufgegeben hat und in unserem Glauben unterrichtet ist, sollte Keuschheit ausüben, sich bemühend; gehorchend den Befehlen (seines Lehrers) sollte er sich gut mit dem Verhalten bekannt machen; ein kluger (Mönch) sollte Unachtsamkeit vermeiden. (1)
Wie (Greifvögel), z.B. Dhaṅkas, einen flatternden kleinen Vogel davontragen, wenn er versucht vom Nest zu fliehen, aber nicht in der Lage ist, dies zu tun, denn er ist noch zu jung, und seine Flügel sind noch nicht gewachsen; (2)
Gerade als sie einen jungen Vogel, dessen Flügel sind noch nicht gewachsen sind, davontragen, so viele regellose Menschen werden einen Neuling, der das Gesetz noch nicht gemeistert hat, verführen, denkend, dass sie ihn in ihre Gewalt bringen können, wenn sie ihn veranlasst haben, (die Gakkha) zu verlassen [2]. (3)
Ein guter Mensch sollte sich sehnen mit seinem Lehrer zu leben, um seine Aufgaben zu erfüllen[3], wissend, dass, wer nicht mit seinem Lehrer lebt, nicht ein Ende zu seinem weltlichen Dasein setzen wird. Das Verhalten
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[1] Srutaskandha. Sein Sanskrit-Titel erwähnt durch Sîlâṅka ist Gâthâshô dasaka, d.h. das Buch, dessen Sechzehnte Vorlesung Gâthâ genannt wird. Es ist erwähnt in der Uttarâdhyayana XXXI, 13 durch den Namen der sechzehn Gâthâs, siehe oben, SEITE 182.
[2] Nissâriyam = nihsâritam. I follow in the text the interpretation of the commentators. Ich folge im Text der Auslegung der Kommentatoren. Aber ich denke, dass anstelle von mannamânâ müssen wir, wie im vorhergehenden Vers mannamânam lesen; und übersetzen: sich selbst reich an Kontrolle (vâsimam) glaubend, obwohl er immer noch an Kraft (nissâriyam) mangelt.
[3] Samâhim