SEITE 338 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
[Absatz geht weiter] O weisser Lotus, bester von Nymphaeas!" Und der weiße Lotus, der beste von Nymphaeas, flog hoch. (10)
Ich habe euch, O langlebige Sramanas, ein Gleichnis[1] erzählt; ihr müsst den Sinn des Lebens verstehen[2]. Die Nirgrantha Mönche und Nonnen beteten und lobten den Ehrwürdigen Asketen Mahâvîra, und sprachen dann so: "Du hast erzählt, O langlebiger S ramana, das Gleichnis, aber wir begreifen seine Bedeutung nicht, O langlebiger Sramana!" Der ehrwürdige Asket Mahâvîra redete die Menge der Nirgrantha Mönche und Nonnen an, und sprach so: Ach, ihr langlebigen Sramanas! Ich werde es verkünden, erklären, erläutern, und veranschaulichen mit seiner Bedeutung, Gründen und Argumenten. So sage ich: (11)
O langlebige Sramanas[3], die Welt in Gedanken habend[4], sprach ich vom Lotus-Teich. Karman in Gedanken habend, sprach ich vom Wasser. Genüsse und Vergnügungen in Gedanken habend, sprach ich vom Schlamm. Die Menschen im Allgemeinen in Gedanken habend, sprach ich von den vielen weißen Lotusblüten, die besten von Nymphaeas. Den König in Gedanken habend, sprach ich von der einen großen weißen Lotus, der besten von Nymphaea. Ketzerische Lehrer in Gedanken habend, sprach ich von den vier Männern. Das Gesetz in Gedanken habend, sprach ich vom Mönch. Die Kirche[5] in Gedanken habend, sprach ich von der Böschung. Die Verkündigung des Gesetzes in Gedanken habend, sprach ich von (des Mönchs) Stimme. Nirvâna im Sinne habend, sprach ich von (der) aufsteigenden (Lotosblume). Diese Dinge in Gedanken habend, O langlebige Sramanas, erzählte ich dieses (Gleichnis). (12)
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[1] Nâê = gñâtam, wörtlich das, was bekannt ist
[2] In dem Text schließt der Satz mit bhante, ein Wort oft beim Mitglieder anreden des Ordens eingesetzt
[3] Diese Worte werden im Original in jedem der folgenden Sätze wiederholt. Ich lasse sie in der Übersetzung ausfallen.
[4] Appâhattu = atmany âhritya, wörtlich, in meinem Geist habend.
[5] Dharmatîrtha