SEITE 393                                                                   Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                     Sûtrakriga Sûtra

Und wieder ist es von alters her gesagt worden: ein Mann und eine Frau verbinden sich in Zusammenleben in einer Vulva[1], welches durch ihr Karman erzeugt wurde, und dort hinterlegen sie ihre Körpersäfte. Darin werden die Seelen von verschiedenen Menschen geboren, nämlich jener in Karmabhûmi[2] geborenen, oder in Akarmabhûmi oder in den kleineren Kontinenten[3], der Arier und Barbaren, wie Frauen oder Männer oder Eunuchen, gemäss dem Sperma und Blut der Mutter[4]  und den anderen Umständen[5] (ungewiss über ihre Entstehung). Diese Wesen zuerst ernährt über die Menstruation der Mutter und dem Samen des Vaters, oder beides kombiniert in einer unreinen, stinkigen (Substanz). Und dann nehmen sie mit einem Teil (ihrer Körper) das Extrakt[6] auf von was immer für welche Nahrung die Mütter nehmen. Gradually increasing and attaining to the proper dimensions of a foetus Allmählich zunehmend und erreichend die richtigen Dimensionen eines Fötus[7] kommen sie ans Licht aus dem Mutterleib, einige als Männer, einige als Frauen, einige als Neutra. So lange, wie sie Kleinkinder sind, saugen sie die Milch der Mutter; aber wenn sie älter werden, essen sie gekochten Reis, oder Grütze, oder beides bewegliche und unbewegliche Wesen. Diese Wesen verbrauchen Erd-Körper (usw., alles wie vorher, hinunter bis zu) (werden von ihnen) verdaut und assimiliert. And the bodies of these men, viz. Und die Körper dieser Menschen, nämlich jene in Karmabhûmi oder Akarmabhûmi oder in den kleineren Kontinenten, der Arier und Barbaren geborenen, sind von vielfältigen

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[1] engl. Übersetzung hat ’cunnus’. Sanskrit ’ulva’=Gebärmutter

[2] Vergleiche Uttarâdhyayana, Vorlesung 36, SEITE 225, Vers 195, Anm. 1 und Âkârâga Sûtra I, 3, 15. Vorlesung, SEITE 195, Vers 18 Anm. 3

[3] Beachte die Metapher für Kontinente!

[4] Beide sind im Text durch ga angegeben. Nach Sîlâka wird, ein Mann erzeugt werden, wenn der Samen im Überfluss ist; eine Frau, wenn das Blut, ein Neutrum, wenn sie gleich ausgewogen sind

[5] Avakâsa Nach Sîlâka, wird ein Mann aus der rechten Seite der Gebärmutter, eine Frau aus der linken, ein Neutrum von beiden zusammen erzeugt

[6] Ôyam = ôgas

[7] Paliyâgam, erklärt garbhaparipâka