SEITE 408 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
Behaupte nicht, dass Zorn und Stolz nicht bestehen, aber dass sie bestehen. (20)
Behaupte nicht, daß Betrug und Gier nicht bestehen, sondern dass sie bestehen. (21)
Behaupte nicht, dass Liebe und Hass nicht bestehen, aber dass sie bestehen. (22)
Behaupte nicht, daß der vierfache Geburtenzyklus nicht besteht, sondern dass er besteht. (23)
Behaupte nicht, daß es keine Götter und Göttinnen[1] gibt, aber dass es sie gibt. (24)
Behaupte nicht, dass es keine solche Sache wie Vollkommenheit und Nicht-Vollkommenheit gibt, aber dass es so eine Sache gibt. (25)
Behaupte nicht, daß es keinen ausschließlich für diejenigen, die Vollkommenheit erreichen reservierten Platz gibt, aber dass es (einen) solchen gibt[2]. (26)
Behaupte nicht, dass es keine frommen und bösen Menschen gibt, aber dass es gibt. (27)
Behaupte nicht, dass es keine solche Sache wie gut und schlecht gibt, aber, dass es gut und schlecht gibt. (28)
Die Theorie wird nicht funktionieren, dass (ein Mensch immer) gut (ist), oder (immer) schlecht. Die falsch angewiesen Sramanas begreifen der (Seele) Knechtschaft[3] (durch Karman) nicht. (29)
(Mache nicht geltend), dass alles unvergänglich ist, oder voller Schmerzen, noch, dass Kriminelle getötet werden oder nicht getötet werden sollten; einer sollte nicht in dieser Weise sprechen. (30)
Mache nicht geltend, dass diese Menschen wohlerzogene Mönche sind, die ein reines Leben führen, und dass diese anderen ein unreines Leben führen. (31)
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