SEITE 121 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
"Ist unser Gesetz das richtige, oder ist das andere Gesetz[1] das richtige? sind unser Verhalten und Lehren richtig, oder das andere?" (11)
"Das Gesetz, wie gelehrt vom großen Weisen Pârsva, welches nur vier Gelübde[2] anerkennt, oder das von Vardhamana gelehrte Gesetz, welches fünf Gelübde vorschreibt? (12)
"Das Gesetz welches Kleidung (für einen Mönch) verbietet, oder das welches ein Unter- und Obergewand (erlaubt)? Beide verfolgen das gleiche Ziel, was hat ihren Unterschied verursacht?" (13)
Die Gedanken ihrer Schüler kennend, beide Kêsi und Gautama nahmen sich vor, einander zu treffen. (14)
Gautama, wissend, was richtig ist und was für den älteren Teil (der Kirche) gebührend ist, ging zum Tinduka Park, begleitet von der Menge seiner Schüler. (15)
Als Kêsi, der junge Mönch, Gautama nähern sah, empfing er ihn mit aller schicklicher Aufmerksamkeit. (16)
Er bot sofort Gautama die vier reinen Arten von Stroh und Heu[3] an, sich darauf zu setzen. (17)
Kêsi, der junge Sramana, und der berühmte Gautama, zusammen sitzend, leuchteten auf mit einem Glanz wie dieser von Sonne und Mond. (18)
Dort versammelten sich viele Ketzer aus Neugier, und viele Tausende von Laien; (19)
Götter, Dânavas, Gandharvas, Yakshas, Rakshasas,
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[1] Nämlich das Gesetz von Pârsva oder das Gesetz von Mahâvîra.
[2] Daher heißt es kâuggâma kâturyâma. Keuschheit (maithunaviramana) war nicht ausdrücklich aufgezählt, aber es war zu verstehen, im vierten Gebot enthalten zu sein: kein Eigentum (Aparigraha) zu haben.
[3] Die vier Arten von Stroh sind: sâlî vîhî koddava râlaga, zu denen Heu: ranne tanâni hinzugefügt ist. (symbolisch für die vier Gelübde von Pârsva und das fünfte von Mahâvîr. ΑΏ)