SEITE 145                                                                                     Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                             Uttarâdhyayana Sûtra

Im (letzten) Viertel des ersten Paurushî, nach dem Zollen seines Respekts zum Guru, soll ein Mönch seine Almosenschale kontrollieren, ohne jedoch die Durchführung der Kâla-pratikramana[1]. (22)

Er sollte zunächst sein Mund-Tuch[2] prüfen, dann seinen Besen[3], und den Besen in seine Hand nehmend, sollte er sein Tuch überprüfen. (23)

Aufrecht stehend hält er sein Tuch fest und überprüft es zunächst gemächlich, dann breitet er es aus, und zuletzt wischt er es. (24)

(Er sollte das Tuch ausbreiten) ohne Schütteln oder es zu zerdrücken, in solch einer Weise wie die Falten verschwinden machen, und um die Reibung seiner Teile gegeneinander zu vermeiden; sollte er es sechs Mal in der Länge und neun Mal in der Breite falten, und dann sollte er lebende Wesen (ausbreitend das Tuch auf seiner Handfläche) mit der Hand entfernen [4]. (25)

Er muss Fehlen der Aufmerksamkeit vermeiden: 1. im Anfangen seiner Arbeit; 2. im Aufnehmen der Ecken des Tuches; 3. im es Auffalten; 4. im Staub ausschütteln; 5. beim es niederlegen (auf irgendein anderes Stoffstück); 6. im Sitzen auf den Hüften[5]. (26)

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[1] D.h. Sühne der Sünden die Zeit anbelangend, Vgl. Bhandarkar's Report, SEITE 98, Anm. ‡. It seems to consist in Kâyôtsarga. Es scheint in Kâyôtsarga zu bestehen.

[2] Dies ist ein Stück Musselin, welchen die Gaina Mönche vor ihren Mund beim sprechen platzieren, um zu verhindern, dass Insekten durch die Luft in den Mund gezogen werden.

[3] Es wird hier: "gôkkhaga = gukkhaka" genannt, ursprünglich ein Bund Pfauenfedern, es ist immer noch so, wenn ich nicht irre, mit den Digambaras, während die Svêtâmbaras andere Materialien verwenden, vor allem Baumwollfäden.

[4] Viel in meiner Übersetzung ist Vermutung. Es gibt einiges Technisches in diesen Versen, die mir nicht gelingen klar zu verstehe, trotz der Erklärungen der Gelehrten.

[5] Vêdikâ