SEITE 42 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
zu seinem Ende kommen); Gautama, sei achtsam, die ganze Zeit! (1)
Wie ein Tautropfen baumelnd auf der Spitze eines Kusa-Grashalms nur eine kurze Zeit dauert, ebenso das Leben der Menschen; Gautama, sei achtsam, die ganze Zeit! (2)
Wie das Leben so flüchtig ist und die Existenz so unsicher, wische die Sünden weg, die du jemals begangen; Gautama, usw (3)
Eine seltene Gelegenheit, im langen Laufe der Zeit, ist die menschliche Geburt für ein lebendiges Wesen; hart sind die Folgen von Handlungen, Gautama, usw. (4)
Wenn die Seele einmal in einem Erd-Körper ist[1], kann sie im gleichen Zustand bleiben, so lange wie ein Asamkhya[2]; Gautama, usw. (5)
Wenn die Seele einmal in einem Wasser-Körper ist, usw. (alles wie in Vers 5). (6)
Wenn die Seele einmal in einem Feuer-Körper ist, usw. (alles wie in Vers 5). (7)
Wenn die Seele einmal in einem Wind-Körper ist, usw. (alles wie in Vers 5). (8)
Wenn die Seele einmal in einem Pflanzen-Körper ist, bleibt sie lange in diesem Zustand für eine endlose Zeit, nach welcher ihr Los nicht wesentlich gebessert ist[3]; Gautama, usw. (9)
Wenn die Seele einmal in einem Dvîndriya Körper ist (dh ein Wesen von zwei Sinnes-
[1] Verse 5-9 handeln von den êkêndriyas oder Wesen, welche nur ein Sinnesorgan besitzen, das der Berührung. Eine vollständige Beschreibung von ihnen sowie der dvîndriyas, usw. wird in der letzten Vorlesung gegeben.
[2] Die Zeiten genannt asamkhya werden gemessen durch utsarpinîs und avasarpinîs, welche den Kalpas der Hindus entsprechen, aber stark übertrieben. Ein asamkhya ist die längste Zeit (ukkôsam = utkarsham), welche eine Seele verdammt sein mag, in Erd-Körpern zu leben; siehe unten, XXXVI, 81 ff.
[3] Dies ist nach dem Kommentar, die Bedeutung von duranta.