SEITE 46 [Fortsetzung]                                                        Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                             Uttarâdhyayana Sûtra

Elfte Vorlesung,

genannt

DER SEHR GELERNTE.
Ich werde erklären, in gebührender Reihenfolge, die richtige Disziplin eines hauslosen Mönchs, der sich von allen weltlichen Bindungen frei machte. Hör mir zu. (1)

Er der unwissend der Wahrheit ist, egoistisch, gierig, ohne Selbstdisziplin, und der lose redet, wird ungezogen genannt und unwirksam des Lernens. (2)

Es gibt fünf Gründe, welche förderliche Disziplin unmöglich erbringen: Egoismus, Täuschung, Unachtsamkeit, Krankheit, und Müßiggang: (3)

Für acht Gründe wird Disziplin Tugend genannt, nämlich.: nicht von Heiterkeit begeistert sein, sich selbst zu kontrollieren, nicht böse von anderen zu sprechen, nicht ohne Disziplin zu sein, nicht von falscher Disziplin zu sein, nicht geizig zu sein, nicht Cholerisch zu sein, die Wahrheit zu lieben; denn ihre beeinflussende Disziplin wird Tugend genannt. (4, 5)

Ein Mönch, der folgenden vierzehn Belastungen unterliegt, wird schlecht-benommen genannt, und erreicht Nirvâna nicht: (6)

Wenn er häufig wütend wird; wenn er auf seinem Zorn beharrt; wenn er freundliche Ratschläge verschmäht; wenn er stolz auf seine Gelehrsamkeit ist; wenn er bei anderen Fehler findet; wenn er selbst mit Freunden böse ist; wenn er von einem guten Freund sogar hinter seinem Rücken böse spricht; wenn er feststehend in seinen Behauptungen ist ; wenn er bösartig ist, egoistisch, gierig,

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