Seite XLII Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung Âkârâṅga Sûtra und Kalpa Sûtra
enthalten jeweils eine ganze Vorlesung in Âryâ Versen von einer Form, die entscheidend älter ist als, und wahrscheinlich der Ursprung der geläufigen Âryâ. Letzteres wird in den jüngeren Teilen der Siddhânta gefunden, in der Brahmanischen Literatur, beides in Prâkrit und in Sanskrit und in den Werken der nördlichen Buddhisten, wie z.B. dem Lalita Vistara, &c. Die Form des Trishtubh Versmasses in alten Gaina Werken ist jünger als die in der Pâli Literatur und älter als die in der Lalita Vistara. Schließlich die große Vielfalt der künstlichen Versmasse, in denen die größere Zahl der Gâthâs in der Lalita Vistara, &c., abgefasst ist, und welche in der Gaina Siddhanta fehlen, scheint zu beweisen, dass der literarische Geschmack des Gainas vor der Abfassung der letzteren Werke gefestigt war. Aus all diesen Fakten müssen wir schliessen, dass die zeitliche Lage der ältesten Teile der Gaina Literatur zwischen der Pâli Literatur und der Abfassung der Lalita Vistara ist. Nun wurden die Pâli Pitakas in der Zeit von Vatta Gâmani, der 88 v. Chr. zu regieren begann, in Büchern niedergeschrieben, aber sie waren schon einige Jahrhunderte vor dieser Zeit existent. Professor Max Müller fasst seine Diskussion zu diesem Punkt mit den Worten zusammen: "Wir müssen zufrieden damit sein, so weit ich sehen kann, zur jetzigen Zeit mit der Festsetzung des Zeitpunkts, und der letzte Zeitpunkt von einem buddhistischen Kanon in der Zeit des Zweiten Konzils, 377 v. Chr.[1] "Ergänzungen und Änderungen der heiligen Texte können nach dieser Zeit vorgenommen worden sein, aber da unser Argument nicht auf einer einzigen Passage begründet ist, oder sogar einem Teil des Dhammapada, sondern auf den rythmischen Gesetzen einer Vielzahl von Versen in diesem und anderen Pâli Büchern, die Zulassung von Änderungen und Ergänzungen in diesen Büchern wird nicht wesentlich unsere Schlussfolgerung beeinflussen, nämlich, dass die Gesamtheit der Gaina Siddhânta nach dem vierten Jahrhundert v. Chr. abgefasst wurde.
Wir haben gesehen, dass die ältesten Werke im Gaina Kanon älter sind als die Gâthâs im Lalita Vistara. Da von dieser Arbeit gesagt wird, 65 n.Chr. ins Chinesische übersetzt worden zu sein, müssen wir den Ursprung der noch vorhandenen Gaina Literatur vor Beginn unserer Zeitrechnung ansetzen. Wenn wir über die Distanz der Zeit