Seite XXXVII                                                                                                    Jainismus Inhalt gesamte Vorlesung                                                              Âkârâga Sûtra und Kalpa Sûtra

Bücher amtlich eingetragenen, zeigen, dass die Gainas ein Interesse an der Geschichte ihrer Kirche besassen. Ich leugne nicht, dass eine Liste von Lehrern erfunden worden sein kann, oder eine unvollständige aufgefüllt oder pakka gemacht, wie die Hindus sagen würden; die Notwendigkeit selbst zu beweisen um rechtmässig von einer anerkannten Autorität zu entstammen, kann eine Sekte veranlassen, die Namen einer Linie von Lehrern zu erfinden. Aber was könnte die Gainas veranlasst haben solch eine detaillierte Liste der Lehrer, Ganas und Sâkhâs wie die in der Kalpa Sûtra herzustellen? Von den meisten Einzelheiten wussten die Gainas der späteren Zeit nichts über das hinaus, als was sie in der Kalpa Sutra selbst fanden - und das ist unglücklicherweise sehr wenig, - noch täuschten sie Anspruch auf irgendetwas mehr vor. Für alle praktischen Zwecke der kurzen Liste von Sthaviras, so wie es in der Kalpa-Sutra steht, würde ausreichend gewesen sein, die Erhaltung der ausführlichen Liste, die so viele nackten Namen enthalten, beweist, dass sie ein Interesse für die Mitglieder der frühen Kirche gehabt haben müssen, wenn auch die genaue Kenntnis der aufgezeichneten Zeiten und Ereignisse in dieser Liste nach einigen Jahrhunderten verloren war.

Es ist jedoch nicht genug bewiesen zu haben, dass die Gainas, selbst vor der Herausgabe ihrer heiligen Bücher, die erforderlichen Qualitäten für die Fortsetzung ihres Glaubens und Überlieferung besassen, und um diese vor durch große Ausleihungen aus anderen religiösen Systemen verursachten Verderbnissen zu erhalten; müssen wir auch zeigen, dass sie taten, was sie befähigt waren zu tun. Dies führt uns zu einer Diskussion über das Alter der bestehenden Gaina Literatur. Denn wenn es uns gelingt zu beweisen, dass die Gaina Literatur oder zumindest einige der ältesten Werke viele Jahrhunderte bevor sie zum aufschreiben verringert wurden abgefasst worden sind, werden wir die Kluft zwischen den Propheten der Gainas von ihre ältesten Aufzeichnungen verkleinert, wenn nicht geschlossen haben.

Die Herausgabe des Gaina Kanon oder die Siddhânta hat, nach der einstimmigen Überlieferung, auf dem Konzil von Valabhi, unter dem Vorsitz von Devarddhi stattgefunden. Der Zeitpunkt dieses Anlasses, 980 (oder 993) A V., das entspricht 454 (oder 467) n.Chr.[1], ist in der Kalpa Sûtra (§ 148) eingetragen. Devarddhi Ganin, so sagt die Überlieferung, verspürte die Siddhânta in

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[1] Es ist möglich, aber nicht wahrscheinlich, dass das Datum der Herausgabe 60 Jahre später fiel, 514 (527) n.Chr.; siehe Kalpa Sûtra, Einführung, S. 15