SEITE 257 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
Ein Mönch sollte nicht Geschichten erzählen, noch müßige Fragen fragen, noch klatschen[1]. Aber, das oberste Gesetz kennend, sollte er seine religiösen Aufgaben erfüllen, und nichts als sein Eigen betrachten. (28)
Ein Mönch sollte nicht Betrug[2], Gier[3], Stolz[4], und Zorn[5] nachgeben. Diejenigen sind tugendhaft, die beim richtigen Verständnis dieser Leidenschaften angekommen sind, und gut Kontrolle[6] ausgeübt haben. (29)
(Ein Mönch) sollte frei von Anhaftung sein, weise, sich selbst kontrollierend, das Gesetz suchend, ernst in der Ausführung von Entsagungen, und seine Sinne bändigend. Es ist schwierig, den Gewinn für die Seele zu erlangen. (30)
Richtiges Verhalten, usw., welches durch den Gñâtrika gelehrt worden ist, den Weisen, der alles in der ganzen Welt wusste, ist (von Geschöpfen jetzt in Not) entweder nicht gelernt worden oder nicht wirklich ausgeübt worden. (31)
Viele Männer, die dachten, dieses Gesetz sei das höchste Gut und zuträglich für ihre geistiges Wohl, gehorchten ihren Lehrmeistern, hörten auf mit Werken, und überquerten die große Flut (der weltlichem Existenz). (32)
So sage ich.
Ende des zweiten Kapitels der zweiten Vorlesung des ersten Buches
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[1] Samprasâraka?
[2] Khanna = mâyâ
[3] Pasamsa = prasamsâ, lôbha
[4] Ukkâsa = utkarsha, mâna
[5] Pagâsa = prakâsa, krôdha
[6] Dhuya = dhûta. Das vorangehende Wort ist dieses sugôsiyam = gushtam, sêvitam. Eine verschiedene Lesung ist sughôsiyam, was bedeutet, "die ihr Karman (dhûta) gut vernichtet haben".