SEITE 259                                                     Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                                 Sûtrakriga Sûtra

Sehe, Leben in dieser Welt (ist vergänglich); obwohl dein Leben hundert Jahre dauert, stirbst du als ein kurz-gelebter Mensch; beachte, (deine) Jahre vergehen schnell. Dennoch sind gierige Menschen Vergnügungen verhaftet. (8)

Diejenigen, die sich an Geschäften beteiligen, die an der Verdammnis ihrer Seele arbeiten, und wer (lebende Wesen) tötet, wird zur Welt der Bösen gehen, zur Wohnstätte der Asuras (um dort) für eine lange Zeit (zu verweilen). (9)

Obwohl das Leben nicht verlängert werden kann, wie das Sprichwort sagt[1], sündigen dumme Leute immer noch leichtfertig (denkend): "Wir sind nur mit der heutigen Zeit beschäftigt; wer hat die nächste Welt gesehen, und kehrte von dort zurück?" (10)

Glaubt an die Worte von ihm, der (alles) sieht, ihr die blind sind, sozusagen, du, dessen Sicht geblendet ist, ah, dessen Sicht durch eure Werke behindert ist, die in Täuschung endet!  (11)

Der Unglückliche leidet immer wieder an Täuschung; deshalb habe mit Lob und Ehre gemacht! Ein weiser Asket sollte berücksichtigen, dass lebende Wesen wie er selbst sind (in Bezug auf die Liebe zum Leben, Abneigung gegen Schmerzen, usw.). (12)

Der Mann auch, der immer noch im Haus lebt, im Einklang mit seinem Glauben[2], sei gnädig zu lebenden Wesen; wir sind gebeten, gerecht zu sein und gleich mit allen; (auf diese Weise) geht (selbst ein Haushaltsvorstand) in die Welt der Götter. (13)

Unterrichtet in das Glaubensbekenntnis des Herrn seiend, üben dich in der Wahrheit (d.h. in Kontrolle)! Ein Mönch, der gründlich seine Selbstsucht bändigt sollte reine Almosen zu sammeln. (14)

Die Wahrheit kennend, sollte man zu ihr aufleben,

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[1] Vergleiche Sûtrakriga, I, 2, 2, Vers 21, SEITE 256, Anm. 1; Mt 6, 27; Lk 12, 25

[2] Ânupûrvyâ