SEITE 380 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
sie gehen nackt[1]; sie kratzen sich nicht, sie spucken nicht, sie schneiden nicht ihren Bart, Haare und Nägel, sie nehmen nicht irgendeine Pflege für ihre Person. (72)
Auf diese Weise lebend üben sie viele Jahre Sramanaschaft aud, und wenn sie dann krank werden, oder auch wenn sie nicht, verweigern sie Nahrung und lassen viele Mahlzeiten durch Verzicht auf Nahrung aus. Wenn sie das erreicht haben, um dessen willen sie nackt und kahl-köpfig herumgingen, nicht badeten, noch ihre Zähne reinigten, noch ihren Kopf vor der Sonne schützten, noch Schuhe trugen; sie schliefen auf dem nackten Boden oder ein Brett oder einem Holzstück, rissen ihre Haare aus, führten ein Leben in Keuschheit, traten in die Häuser von Fremden und trugen, mit Gleichmütigkeit, Erfolg, Misserfolg, Ehre, Schande, Kränkungen, Beleidigungen, Schimpf, Verleumdungen, Drohungen, Schläge, alle Arten von Härten[2], und die zweiundzwanzig Trübsale und Mühseligkeiten; (wenn sie zu ihrem Ende gelangt sind), erreichen sie, während sie ihr Letztes atmen, das höchste Wissen und Glauben, Kêvala genannt, das unendlich ist, unumschränkt, frei, ungehindert, vollständig und voll; und dann erlangen sie absolute Vollkommenheit, Erleuchtung, Befreiung, endgültige Glückseligkeit, und setzen ein Ende zu allem Elend. (73)
Einige werden befreit[3] ohne die Annahme eines anderen Körpers (nach Verlassen des letzten). Aber andere, nachdem sie zur vorgegebenen Zeit gestorben waren, sind, wegen eines Rests
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[1] Ich lasse agattayâ oder agamayâ weg, welches nicht in der Dîpikâ erklärt wird. (noch herauszufinden! ΑΏ)
[2] Grâmakantaka, entweder den angetroffenen Missbrauch in den Dörfern, oder die Gegenstände der Sinne (indriyagrâma).
[3] Bhayantârô bhavanti. Bhayantârô wird erklärt: Wer geht (gantârah) von bhava nach Môksha.