SEITE 379                                                                Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                     Sûtrakriga Sûtra

Lebensweise, die gerade zum Tragen der Existenz reicht; sie essen, nur eine Mahlzeit in zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Tage in einem halben Monat, in ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Monaten; sie (haben geschworen), nur von solchen Lebensmittel (zu) leben als aus dem Koch-Gefäß genommen worden ist, oder so wie es noch in ihm ist, oder die erste Art von Nahrung an einem Ort und die zweite an einem anderen, oder mit niedriger Nahrung oder schlechter Nahrung oder in kleinen Bissen gesammelte Nahrung oder mit einer schmutzigen Hand verabreichten Nahrung, oder das Umgekehrte, oder mit einer Hand gegebenen Nahrung, usw. verunreinigt von ihr; sie (haben gelobt, zu) akzeptieren nur solche Almosen, die in Sichtweite sind (wenn sie betteln), oder ausser Sichtweite, wenn sie gefragt werden, ob sie annehmen würden, oder wenn sie nicht dabei gefragt werden, da mit Verachtung gegeben sind, oder umgekehrt; sie betteln (in Häusern, wo sie) unbekannt (sind), oder wenn Nahrung knapp ist[1]; sie nehmen nur solche Dinge an, die zur Hand sind, oder nur eine begrenzte Anzahl von Geschenken, oder nur eine bestimmte Menge von Nahrung; sie bitten nach den Regeln (für Betteln niedergelegt)[2]; sie essen niedrige Nahrung oder schlechte Nahrung oder geschmacklose Nahrung oder schlecht schmeckende Nahrung oder rauhe Nahrung oder unangenehme Nahrung; sie führen eine niederes oder geringes Leben; sie trinken saure Schleimsuppe, sie essen nichts gewürzt mit Ghee oder ähnlichen Stoffen; sie trinken keinen Alkohol oder essen Fleisch, sie essen nicht, hoch aromatisierte Nahrung; sie essen stehend, oder durch etwas unterstützt, oder auf einem Stuhl oder Sessel sitzend; sie liegen ausgestreckt wie ein Stock, oder krumm wie ein gebogenes Stück Holz[3]; sie sitzen in der Sonne,

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[1] Der Autor des Dîpikâ besagt, dass solche Mönche am Morgen betteln.

[2] Âkârâga Sûtra II, 1, SEITE 88 ff.

[3] Lagandasâinô. Sie liegen in einer solchen Stellung, daß nur ihre Fersen und Kopf oder der Rücken den Boden berühren