SEITE 378 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
[Absatz geht weiter] (so finden Sünden keinen Platz in ihnen); ihr Verlauf ist ungehinderte wie das von Leben; wie das Firmament wollen sie nichts, sie zu unterstützen; wie der Wind kennen sie keine Hindernisse; ihr Herz ist rein wie das Wasser (von Flüssen oder Wasserbecken) im Herbst; wie die Blätter einer Lotosblume können sie durch nichts beschmutzt werden; ihre Sinne sind gut wie die Glieder einer Schildkröte geschützt; sie sind Einzeln und allein, wie das Horn eines Nashorns; sie sind frei wie die Vögel; sie sind immer wach wie der fabelhafte Vogel Bhârunda; sie sind tapfer wie Elefanten, stark wie Stiere, schwierig anzugreifen wie Löwen, stabil und fest wie der Berg Mandara, tief wie das Meer, mild wie der Mond, strahlend wie die Sonne, rein wie ausgezeichnetes Gold; wie die Erde ertragen sie geduldig alles; wie ein gut entzündete Feuer leuchten sie in ihrer Pracht[1]. (70)
Es gibt keine Hindernisse irgendwo für diese ehrwürdigen Männer. Die Hindernisse sind erklärt worden, die vier Arten zu sein, nämlich Tiere aus Eiern geboren, lebendgebärende Tiere, Dinge, die jemanden gehören, für religiöse Übungen notwendige Gegenstände[2]. In welche Richtung immer sie gehen wollen, dort treffen sie auf kein Hindernis; aber rein und frei seiend, voll von Lernen, (Selbst-)Kontrolle und Einschränkungen, reinigen sie sich selbst. (71)
Diese ehrwürdigen Männer üben die folgende
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[1] Die gleiche Stelle erscheint, sinngemäß in der Kalpa Sûtra, Leben der Ginas, § 118, siehe Teil I, SEITE 261, und Anmerkungen 1 und 2.
[2] Der Autor der Dîpikâ bietet verschiedene Interpretationen dieser Unterteilung von Hindernissen an, die offenbar Vermutungen sind und nicht auf einer soliden Überlieferung gründen. In der parallelen Textstelle der Kalpa Sûtra, § 119 ist die Aufteilung nach: Materie, Raum, Zeit und Einflüssen.