SEITE 163 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
6. Durch Bereuen seiner Sünden zu sich selbst, erhält die Seele Reue und und gleichmütig werdend durch Reue bereitet er für sich eine (aufsteigende) Skala von Tugenden[1], durch die er zerstört den Karman, der aus Täuschung resultiert, zerstört. (6)
7. Durch Bereuen seiner Sünden vor dem Guru erhält die Seele Demütigung; gedemütigt fühlend, wird er alle schuldhaften Beschäftigungen[2] aufgeben, und sich lobenswerten Beschäftigungen zuwenden, wobei ein hausloser Mönch unendliche behindernde[3] Entwicklungen stoppen wird. (7)
8. Durch moralische und geistige Reinheit (wörtlich, Gleichgewicht) hört die Seele mit sündhaften Beschäftigungen auf. (8)
9. Durch die Anbetung der vierundzwanzig Ginas kommt die Seele zu Glaubensreinheit. (9)
10. Durch Ehrfurcht (zum Guru) zollen zerstört die Seele solches Karman was zu einer Geburt in niedrigen Familien führt und übernimmt solches Karman was zu einer Geburt in Adelsfamilien führt; er gewinnt die Zuneigung der Menschen, welche in seinem als Autorität angeschaut werden resultiert, und er bringt allgemeinen guten Willen zustande. (10)
11. Durch die Sühne von Sünden, vermeidet er Übertretungen der Gelübde; dabei stoppt er die Âsravas, bewahrt ein reines Verhalten, praktiziert die acht Artikel[4], vernachlässigt nicht (die Ausübung von Kontrolle), und zollt dazu große Aufmerksamkeit. (11)
[1] Karanagunasrêdhîm pratipadyatê. Es ist schwer, diesen Satz adäquat wiederzugeben; der Sinn ist, dass durch sukzessives zerstören moralischer Verunreinigungen man zu immer höher und höheren Tugenden kommt.
[2] Yôga, d.h. die Ursache für die Erzeugung von Karman.
[3] Ghâti, vergleiche Bhandarkar, Report, SEITE 93, Anm. *.