SEITE 171 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
eigenen und in andersgläubigen Glaubensbekenntnisse wird er unbesiegbar. (59)
60. Durch Besitz von Glauben vernichtet er falschen Glauben, welcher die Ursache der irdischen Existenz ist, und er wird nicht sein inneres Licht verlieren; aber er kleidet sein Selbst mit dem höchsten Wissen und Glauben, und reinigt es[1]. (60)
61. Durch Besitz des Verhaltens erhält er eine Stabilität wie die des Königs der Berge[2] (nämlich Mêru), wobei ein hausloser Mönch die vier Karman-Überbleibsel vernichtet, die selbst ein Kêvalin besitzt; nach dem erhält er Vollkommenheit, Erleuchtung, Befreiung, und endgültige Glückseligkeit, und setzt allem Elend ein Ende. (61)
62. Durch Unterwerfung des Hörorgans überwindet er seine Freude mit oder Abneigung gegen alle angenehmen oder unangenehmen Klänge, er erwirbt keinen dadurch erzeugten Karman, und zerstört das Karman, das er zuvor erworben hatte. (62)
63-66. (All dies gilt auch für seine) Unterwerfung der Organe der Sich, des Geruchs, des Geschmacks und der Berührung (in Bezug auf) angenehme Farben, Gerüche, Geschmäcker und Berührungen. (63-66)
67. Durch Zorn bezwingend erhält er Geduld; er erwirbt kein von Wut[3] erzeugtes Karman, und zerstört das Karman, das er zuvor erworben hatte. (67)
68. Durch Stolz bezwingend erhält er Einfachheit, usw. (wie in 67, Stolz durch Wut ersetzend). (68)
69. Durch Täuschung bezwingend erhält er Demut, usw. (wie in 67, Täuschung durch Wut ersetzend). (69)