SEITE 209 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
Ich werde nun ihre vierfache Teilung mit Bezug auf die Zeit geben. (12)
In Bezug auf den kontinuierlichen Fluss (oder Entwicklung einer Sache), ist es ohne Anfang und ohne Ende, aber mit Hinweis auf seine Existenz (als einzelnes Ding) hat (es) sowohl einen Anfang und ein Ende[1]. (13)
Die längste Dauer von Dingen ohne Leben besitzende Form ist ein unermesslicher[2] Zeitraum, die kürzeste ein Samaya. (14)
Die längste Unterbrechung[3] in der Existenz von Dingen ohne Leben besitzende Form ist eine endlose Zeit; die kürzeste ein Samaya. (15)
Ihre Entwicklung ist fünffach: Im Hinblick auf 1. Farbe, 2. Geruch, 3. Geschmack, 4. Gefühl, und 5. Gestalt. (16)
Diejenigen, welche sich in Bezug von Farbe entwickeln, sind von fünf Arten: 1. schwarz, 2. blau, 3. rot, 4. gelb, 5. weiß. (17)
Diejenigen, welche sich im Bezug auf Geruch entwickeln, sind von zweierlei Art: 1. süss-riechende Substanzen und 2. von schlechtem Geruch. (18)
-Diejenigen, welche sich in Bezug von Geschmack entwickeln sind von fünf Arten: 1. bitter, 2. scharf, 3. adstringierend, 4. sauer, und 5. süß. (19)
Diejenigen, die sich in Bezug von Gefühl entwickeln sind von acht Arten: 1. hart, 2. weich, 3. schwer, 4. leicht, 5. kalt, 6. heiss, 7. glatt und 8. rau.
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[1] Die Bedeutung dieses Verses ist, daß eine Sache so weit wie seine materielle Ursache betroffen ist, immer bestamdem hat und immer unter einer oder anderen Form bestehen wird, nur dass das einzelne Ding in seiner jetzigen Form nur eine begrenzte Existenz hat.
[2] Asamkhakâlam. Siehe, SEITE 42
[3] Antaram; das Intervall zwischen dem von seinem eigentlichen Schauplatz entfernt werdenden Ding und seinem ihn wieder erreichenden (Avakûri and Dîpikâ).