SEITE 56                                                                                 Jainismus  Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                             Uttarâdhyayana Sûtra

"Buße ist mein Feuer, Leben meine Feuerstelle, rechte Anstrengung ist meine Opfer-Pfanne, der Körper der getrockneten Kuhmist; Karman ist mein Treibstoff; Selbstkontrolle, rechte Anstrengung und Stille sind die Opfergaben, gelobt durch die Weisen, welches ich anbiete." (44)

"Wo ist dein Teich, und wo die heilige Baden-Stelle? Wie macht ihr eure Waschungen[1] oder wirst Verunreinigung los? Erzähl uns, O zurückhaltender Mönch, den die Yakshas in Ehren halten; wir wünschen es von dir zu lernen." (45)

"Das Gesetz ist mein Teich, Zölibat mein heiliger Bade-Ort, der nicht getrübt ist, und in jeder Beziehung klar für die Seele[2]; dort mache ich Waschungen; rein, sauber und in jeder Beziehung gekühlt, werde ich Haß (oder Verunreinigungen)[3] los." (46)

"Die Klugen haben solches Baden entdeckt, ist es das große Bad gelobt von den Sehern, in welchem die großen Seher baden, und, rein und sauber, erhalten sie die höchste Stelle." (47)

So sage ich.

Ende der Zwölften Vorlesung, genannt DER SEHR GELERNTE.

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[1] engl. ablutions = Waschungen; im Sinne hier von Sünden abwaschen, Ähnlichkeit des englischen Wortes zu Absolution = Sündenerlass durch die kath. Klerus. Die hier beschriebenen Handlungs- und Denkensweisen der Brâhmanischen Priester sind äquivalent (ΑΏ 2009 A.D.)

[2] Attapasannalêsa = âtmaprasannalêsya, "in dem die Lesyâ günstig für die Seele ist." Die s ist vergleichbar mit dem subtilen Körper der orthodoxen Philosophie. Die Theorie der sbildet den Gegenstand der vierunddreißigsten Vorlesung.

[3] Dôsa, welches Hass (dvêsha) und Verunreinigungen (dôsha) bedeutet