SEITE 94 Jainismus Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Uttarâdhyayana Sûtra
"Eine unendliche Anzahl von Zeiten bin ich über einem lodernden Feuer in einem Ofen geröstet worden, laut schreiend, Kopf hinunter und Füße in der Höhe." (49)
"In der Wüste, die wie ein Wald in Flammen ist, auf dem Vagravâlukâ und dem Kadambavâlukâ[1] Flüssen, bin ich eine unendliche Anzahl von Zeiten geröstet worden." (50)
"Aufgehängt kopfüber über einen Siedekessel, schreiend, mit keinem Bekannten mir zu helfen, wurde ich mit verschiedenen Sägen in Stück geschnitten[2], eine unendliche Anzahl von Zeiten." (51)
"Ich habe Todesqualen gelitten, als ich mit Ketten an den großen Sâlmalî Baum befestigt war, gespickt mit sehr scharfen Dornen, und dann nach oben und unten geschoben." (52)
"Eine unendliche Anzahl von Zeiten bin ich zerdrückt worden wie Zuckerrohr in Pressen, fürchterlich schreiend, um meine Sünden abzubüssen, großer Sünder der ich war." (53)
"Durch schwarz-gefleckte wilde Hunde[3] bin ich unaufhörlich so viele Male, gestürzt worden, in Stücke gerissen, und zerrissen, schreiend und zappelnd." (54)
"Als ich für meine Sünden in der Hölle geboren wurde, wurde ich geschnitten, durchbohrt, und mit Schwertern und Dolchen, mit Pfeilen und Speeren in Stücke gehackt." (55)
"Ich bin zwangsweise an einen Wagen von glühendem Eisen voll von Brennstoff[4] unterjocht worden, ich bin mit einem Stachel und Peitschenriemen angetrieben
[1] Dies sind die beiden Flüsse in der Hölle; der Sand des einen besteht aus vagra (entweder Stahl-Spähnen oder Diamanten), und die des anderen, von Gelbwurz (Curcuma).
[2] Karavattakarakayâîhim = karapattrakrakakâdibhih
[3] Kôlasunaya, erklärt durch sûkarasvan, Schwein-Hund, welches eine Art von Schwein oder Hund sein mag, wohl das letztere
[4] Samilâ gue. Die Kommentatoren wiedergeben gue durch yuga und yuta und erklären samilâ nicht, welches sie als ein Sanskrit-Wort behandeln. Ich glaube, es ist das Prâkrit von samidh, vergleiche viggulâ = vidyut, salilâ = sarit.