SEITE 346 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
‘Ein unwissender Mensch denkt über die Ursache wie folgt: "Wenn ich leide, gräme, mir selbst die Schuld gebe, schwach[1] werde, niedergeschlagen bin, oder große Schmerzen erlebe, ich habe es verursacht; oder wenn ein anderer Mensch leidet, usw., er hat es verursacht." So ein unwissender Mensch denkt selbst oder ein anderer Mensch die Ursache zu sein von dem, was er oder der anderer Mensch erfährt".’ (31).
‚Ein weiser Mensch denkt über die Ursache wie folgt: "Wenn ich leide, usw., ich habe es nicht verursacht; und wenn ein anderer Mensch leidet, usw., er hat es nicht verursacht[2]".’
‚Ein weiser Mensch denkt so[3] über die Ursache von dem, was er selbst oder ein anderer Mensch erlebt. Ich sage dies: "Bewegliche oder unbewegliche Wesen in allen vier Gegenden, also (d.h. nach dem Willen des Schicksals) einen Körper zu haben formen, den Wechselfällen des Lebens zu unterziehen, um ihren Körper zu verlieren, um an irgendeinen Zustand der Existenz zu gelangen, um Freuden und Schmerz zu erfahren[4]".’
Solche Ansichten dieser (Ketzer) hegend, können euch nicht unterrichten, (usw., wie in § 17, bis hinunter zum Ende). (32)
Diese wertlosen Menschen hegen solche Ansichten, und glauben an sie, bis sie nicht zurückkehren können, (usw., wie in § 19 bis unten zu) Vergnügungen.
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[1] Tippâmi, erklärt "Körperstärke verlieren". Das Wort kann nicht tripyâmi sein, weil es"Ich bin befriedigt" bedeutet. Das Wort wird wahrscheinlich von der Wurzel tik "zu töten" abgeleitet. Tippâmi würde ein irreguläres Passiv sein, gerade wie sippâmi von sik, siehe Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung, vol. xxvii, SEITE 250. Leumann, Aupapâtika Sûtra, Wörterverzeichnis SEITEv. tippanayâ, erklärt dieses Wort durch "weinen" über die Quelle von Abhayadêva. Jede Bedeutung passt den Textstellen wo sie in unserem Text vorkommen.
[2] Aber Schicksal ist die Ursache
[3] Dies ist zu sagen, dass Schicksal Freuden und Leiden verteilt.
[4] Ich gebe die ziemlich mehrdeutigen Ausdrücke im Original gemäss der Auslegung der Kommentatoren wieder