SEITE 351 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
Die Haushaltsvorstände und jene Sramanas und Brâhmanas, die Mörder (von Wesen) sind und Erwerber von Eigentum, begehen Sünden beide (von Liebe und Hass). Aber ein Mönch, der dies in Betracht zieht, sollte ein Leben führen das weder von (Liebe noch Hass) abhängig ist. (46)
Ich sage: im Osten, Westen, Norden und Süden (ein wahrer Mönch) wird auf Werke verzichtet haben, freigestellt von Werken sein, wird ihnen ein Ende gesetzt haben. Dies wurde gelehrt (durch die Propheten, usw.). (47)
Der Ehrwürdige Eine hat erklärt, dass die Ursache (von Sünden) die sechs Klassen von lebenden Wesen sind, Erd-Leben, usw. Wie mein Schmerz ist, wenn ich mit einem Stock, Knochen, Faust, Scholle oder Scherben abgeschlagen werde; oder bedroht, geschlagen, gebrannt, gequält oder des Lebens beraubt; und wie ich jeden Schmerz und Angst vor dem Tod bis hin zum Herausziehen eines Haares fühle: in der gleichen Weise, sei diesem sicher, fühlen alle Arten von Lebewesen die gleichen Schmerzen und Todesqualen, usw., wie ich, wenn sie sind in der gleichen Weise misshandelt werden[1]. Aus diesem Grund sollten alle Arten von lebenden Wesen nicht geschlagen werden, noch mit Gewalt behandelt, noch missbraucht, noch gequält, noch des Lebens beraubt[2]. (48)
Ich sage: Die Arhats und Bhagavats der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, alle sagen so, reden so, verkünden so, erklären so: alle Arten von Lebewesen sollten nicht getötet, noch mit Gewalt behandelt, noch missbraucht, noch gequält, noch verjagt werden. Dieses ständige, dauernde, ewige, wahre Gesetz ist von weisen Menschen, die alle Dinge begreifen gelehrt worden. So enthält sich ein Mönch von (den fünf Todsünden) Schlachten von Lebewesen, usw. Er reinigt seine Zähne nicht mit
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[1] Der Text wiederholt die gerade übersetzten Sätze.
[2] Dieselben Worte formen den Text der Predigt in Âkârâṅga Sûtra I, 4, 1. Kapitel, Vers 1, SEITE 36; Vers 3, SEITE 37; 2. Kapitel, Vers 3, SEITE38 ; Vers 5, SEITE 39