SEITE 362 Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung Sûtrakritâṅga Sûtra
Riemen einer Peitsche, oder er schlägt den Missetäter mit einem Stock, Knochen, Faust, Scholle oder Scherben. Wenn ein solcher Mann zu Hause ist, sind (seine Leute) unglücklich, aber wenn er auswärts ist, freuen sie sich. Solch ein Mann, der für immer strafend ist, schwer strafend, ist verhaßt in dieser Welt und der nächsten, gereizt, hitzig, ein Erpresser[1]. Dabei entsteht das schlechte Karman für ihn. Dies ist die zehnte Art von Sünden zu begehen, bestehend in schlechter Behandlung seiner Freunde. (18)
11. Wir behandeln nun die elfte Art von Sünden zu begehen, nämlich durch Betrug. Diejenigen, die ihre Gedanken verbergen, die in Dunkelheit eingehüllt sind, die leicht sind wie die Feder einer Eule oder schwer wie ein Berg, verwenden unwürdige[2] Rede obwohl sie Arier sein mögen. Sie glauben sich verschieden, als sie wirklich sind; eine Sache gefragt, beantworten sie eine andere, sie sprechen verschieden von dem, was gesprochen zu sein ist. (19)
Wie ein Mann, in dessen Körper ein Pfeil[3] steckt, ihn (die Schmerzen fürchtend) nicht herauszieht, noch ihn von jemand anderem herausgezogen hat, noch ihn vernichtet, aber ihn verbirgt; und der nicht entfernt wordene Pfeil, geht tiefer und tiefer (ins Fleisch); so ein betrügerischer Mann, Hintergehung ausgeübt habend, es nicht bekennt, es (nicht) abbüsst, die Schuld der Tat (von) sich selbst zu[4] anderen gibt, sie nicht entfernt, sie (nicht) vernichtet, und sich (nicht) bemüht, es nicht wieder zu tun, übt die vorgeschriebene Askese und Buße nicht aus. Einem betrügerischen Mann wird allgemein nicht vertraut[5] in dieser Welt, einem betrügerischen Mann wird in der nächsten Welt nicht vertraut. Er gibt die Schuld und beschimpft (die Person
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