SEITE 366                                                                  Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                     Sûtrakriga Sûtra

nun das Thema des Erfolgs der Menschen durch okkulte Wissenschaften erzählt werden. Manche Männer unterschiedlich in Intellekt, Charakter, Meinungen, Geschmack, Unternehmen, und Plänen, studieren verschiedene üble Wissenschaften; (25)

nämlich (die Wahrsagerei) aus terrestrischen Zufallserscheinungen, von seltsamen Erscheinungen[1], von Träumen, von Erscheinungen in der Luft, von Veränderungen im Körper, von Klängen, von mystischen Zeichen[2], aus Samen[3]; (die Auslegung der) Merkmale von Frauen, Männern, Elefanten, Kühen, Rebhühnern, Hähnen, Enten, Wachteln, von Rädern, Sonnenschirmen, Schilden, Stöcken, Schwertern, Edelsteinen, Schmuck[4]; (26)

die Kunst, um einen glücklich oder unglücklich, eine Frau schwanger zu machen, einem seines Verstandes zu berauben; Beschwörungen[5], zaubern[6]; Opfergaben von Stoffen; die Kampfkünste; der Verlauf des Mondes, der Sonne, Venus und des Jupiters; das Fallen von Meteoren; große Feuersbrunst; Weissagung von wilden Tieren[7], der Flug von Krähen, Schauer von Staub, Regen von Blut, die Vaitâlî und Ardhavaitâlî Künste[8], die Kunst von Leute in Schlaf versetzen, Türen zu öffnen, die Kunst von Kândâlas, von Sabaras, von Dravidas, von Kaligas, von Gaudas, von Gândhâras; der Zauber für jemanden niederfallen, aufstehen, Gähnen zu machen; ihn unbeweglich machend, oder sich an etwas klammern; um ihn krank oder gesund zu machen;

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[1] Z.B. das Lachen der Affen

[2] Lakshana. Die gemeinten mystischen Zeichen sind die svastika usw.

[3] Vyañgana. Die Samen sind Sesam, Bohnen, usw.

[4] Kâkinî, wiedergegeben ratna im Kommentar.

[5] Âtharvanî

[6] Pâkasâsanî = indragâla

[7] Mrigakakra

[8] Nach der Kommentierung lehrt die Vaitâlî Kunst durch Zauber einen Stock zu erheben (? dandam utthâpayati, vielleicht um eine Strafe, auf jemanden zu legen); und die Ardhavaitâlika, um ihn zu entfernen. In Pâli vêtalam ist die magische Kunst Tote durch Zauber zum Leben zu bringen, siehe Childers' Dictionary of the Pâli Language, sub voce (sub voce = unter dem Wort, Überschrift; siehe im Wörterbuch. Abgekürzt SEITEv.). Demgemäss gebrauchten die Zauberer und Moses die Vaitâlî Zauberkunst SEITE 2. Moses 7. VerSEITE 9ff. und Jesus Christus die Ardhavaitâlika Zauberkunst SEITE Joh. 11, Vers 1 ff.