SEITE 371                                                                  Jainismus gesamtes Kapitel Titel Inhalt vorige Seite gesamte Vorlesung                                     Sûtrakriga Sûtra

genießen sie die ausgezeichneten Vergnügungen des menschlichen Lebens, nämlich ein solcher Mensch isst zur Abendessens-Zeit, er trinkt zur Trink-Zeit, er kleidet sich zur Kleidungs-Zeit, er geht ins Bett zur rechten Zeit, und schläft zur Schlaf-Zeit. Alles in seinem Turnus tuend, badet er, macht seine Opfer (den Haus-Göttern)[1], führt glücksverheissende Riten und Sühne Handlungen aus, wäscht seinen Kopf, hängt einen Kranz um seinen Hals, schmückt sich selbst mit Edelsteinen und goldenem (Schnickschnack), setzt auf (seinen Kopf) einen Kranz von Blumen; mit seinem gestärkten Körper, mit einem Kranz herabhängend zum Gurt seiner Lenden, in neue Kleider gekleidet, seine Gliedmaßen und Körper mit Sandal gesalbt, (sitzend) auf einem großen Thron in einem erhabenen Oberzimmer (von seinem Haus), umgeben von Frauen und einer Schar von Gefolgschaft, im Licht (der) die ganze Nacht brennenden (Fackeln), unter dem großen Lärm von ununterbrochenem Geschichtenerzählens, dramatischem Theater, Gesang, und Musik, wie Schlagen des Rhythmus, ausführend Vînâ, Tûryâ, die große Trommel und Patupataha[2], genießt er die ausgezeichneten Vergnügungen des menschlichen Lebens. (55)

Wenn er einen Befehl gibt an einen Mann, sogar vier oder fünf Männer werden, ohne gefragt zu sein, zu ihm gehen (und sagen): "Sprich, geliebter der Götter, was sollen wir tun? Was sollen wir holen? Was sollen wir dir geben? welchen (Schickschnack) sollen wir an dir anbringen? was ist dein Herzenswunsch? was findet deinem Mund Gefallen?"

Unwürdige Menschen, die ihn sehen werden sagen: "Fürwahr, dieser Mann ist ein Gott; dieser Mann ist der Gesalbte der Götter, dieser Mann wird (uns)unterstützen, wie er

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[1] Vergleiche Kalpa Sûtra. Leben der Ginas, § 66, Anmerkungen. Unser Kommentator erklärt die prâyaskitta (sühnenden Handlungen) als Zeremonien zur Bekämpfung schlechter Träume.

[2] Vergleiche Kalpa Sûtra, Leben der Ginas, § 14, Teil I, SEITE 223.